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NABU Naturschutzzentrum Federsee
> Federseemoor > Naturschutz

  Naturschutz
Kooperation statt Konfrontation


Auf dieser Seite können Sie sich über die verschiedenen Aspekte des Naturschutzes am Federsee informieren. Wählen Sie durch Klick einen Themenbereich:

Schutzgebiete
Landschaftspflege
Artenschutzmaßnahmen
Ökologisches Grabenpflegekonzept
Verbesserung der Wasserqualität
im Federsee

LIFE+-Projekt Federsee (2009 - 2012)
LIFE-Projekt Federsee (1997 - 2002)


Weitere interessante Infos erhalten Sie, wenn Sie hier klicken:

Aufgaben des Naturschutzzentrums

Chronik des Naturschutzes am Federsee

Hier finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Naturschutzerfolge am Federsee - mit Erklärungen, weshalb diese so bedeutsam waren
Download Chronik und Erfolge des Naturschutzes am Federsee


 

  Schutzgebiete
Landschaft mit Prädikat


Naturschutzgebiet
Bereits 1911 hat die NABU-Gründerin Lina Hähnle erste Flächen nördlich von Buchau gekauft und für den Naturschutz gesichert - lange bevor es Naturschutzgesetze gab. 1939 folgte dann die offizielle Ausweisung von 1410 ha als "Naturschutzgebiet Federsee".


Heute gibt es sechs Naturschutzgebiete (NSG) mit einer Fläche von rund 2350 ha. Geplant ist die Ausweisung eines weiteren Naturschutzgebietes mit rund 500 ha im Steinhauser Ried.

Außerdem ist das Federseemoor Teil des Internationalen Schutzgebietsnetzes "Natura 2000" und als FFH- Gebiet und EU-Vogelschutzgebiet (SPA) gemeldet.

Folgende Naturschutzgebiete gibt es im Federseebecken:

1939Ausweisung "NSG Federsee" (heute 1381 ha)
1941Ausweisung "NSG Riedschachen" (11 ha)
1960Ausweisung "NSG Wildes Ried" (22 ha)
1994Ausweisung "NSG Südliches Federseeried" (522 ha)
1999Ausweisung "NSG Westliches Federseeried/Seelenhofer Ried" (240 ha)
2001Ausweisung "NSG Nördliches Federseeried" (170 ha)

 

  Landschaftspflege
Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft


Um 1900 begann der langsame Rückzug der Landwirtschaft aus der Streuwiesennutzung. Es drohte eine zunehmende Verbuschung der aufgegebenen Flächen. Bereits 1958 wurde mit der Offenhaltung der Riedflächen durch Landschaftspflege begonnen.

Nach dem endgültigen Ende der Streuwiesennutzung ab 1970 wurden Pflegeverträge mit Landwirten abgeschlossen, die eine Streuwiesennutzung "nachahmen": zur Erhaltung des Lebensraumes für seltene Tiere und Pflanzen, zum Schutz der archäologischen Bodendenkmäler und zur Erhaltung der Erholungslandschaft. Die Landwirte erhalten Ausgleichszahlungen.

Heute erfolgt die Erhaltung der Streuwiesen auf Grundlage eines Pflegeplanes, gestützt durch regelmäßiges Monitoring. Akteure in der Landschaftspflege sind Landwirte (jährlich ca. 160 ha; Einzelbetriebe und Mähgemeinschaften) sowie die Mitarbeiter des NABU-Zentrums (jährlich ca. 100 ha).
 

  Artenschutzmaßnahmen
Gezielte Förderung seltener Arten

Als Artenschutzmaßnahme für die Flussseeschwalbe wurden spezielle Brutflöße konstruiert, die als künstliche Nistunterlagen dienen. Diese wurden gut angenommen: Jedes Jahr brüten etwa 15 Paare dieser vom Aussterben bedrohten Vogelart auf den Brutflößen.
Sie können solche Brutflöße z.B. in der Tiefenbacher Bucht sehen.



Spezielles Mahdkonzept für Bekassine, Braunkehlchen und andere Feuchtwiesenbrüter: Dank der streifenweisen Mahd im mehrjährigem Rhythmus finden sie frisch gemähte Wiesen (zur Futtersuche) und solche mit letztjährigem Doldenbestand (Brutplätze, Versteck) in unmittelbarer Nachbarschaft.
 

  Ökologisches Grabenpflegekonzept
Räumung nur nach fest gestelltem Bedarf


Bagger mit Mähkorb
Zur naturverträglichen Räumung der Entwässerungsgräben hat der Naturschutz ein ökologisches Grabenpflegekonzept erstellt.

Sollen die Gräben ihre Entwässerungsfunktion behalten, müssen sie regelmäßig entkrautet werden ("geräumt"). Früher geschah das recht radikal: Die Gräben wurden jährlich mit einer speziellen Maschine gefräst. Tiere, die sich zwischen den Wasserpflanzen und in den obersten Schlammschichten versteckten, wurden dabei an Land geworfen und meist getötet.

Das ökologische Grabenpflegekonzept des Naturschutzes sieht vor, Gräben nur nach Bedarf zu räumen. Zum Einsatz kommt ein Mähkorb, diese Methode hat sich als schonender erwiesen. Die Räumung erfolgt nicht komplett, sondern abschnittsweise. So können die Tiere sich in nicht geräumte Abschnitte zurückziehen. Von dieser Methode profitieren Fische, Amphibien und Wasserinsekten. So hat der seltene Schlammpeitzger, ein Bewohner der Gräben, hier seinen besten Standort im ganzen Land.

Dieses Konzept überzeugt nicht nur aus Naturschutzsicht - da nicht alle Gräben routinemäßig jedes Jahr geräumt werden, sparen die Gemeinden beim Grabenunterhalt erhebliche Summen.
 

  Verbesserung der Wasserqualität
Die Sanierung des Federsees


Lange Zeit war die Wasserqualität des Federsees ein drängendes Problem. So gelangten bis 1981 die Abwässer der Seegemeinden über die Entwässerungsgräben in den Federsee. Die Gülledüngung der Wiesen führte dem See über die Gräben weitere Nährstoffe zu. Daneben werden auch bei der entwässerungsbedingten Zersetzung von Torf die darin gebundenen Nährstoffe frei.

In dem sehr nährstoffreichen Wasser konnten sich mikroskopisch kleine Blau- und Grünalgen besonders stark vermehren. Sie verdrängten die anderen Wasserpflanzen. Mit diesen verschwanden auch viele Tiere, die von den Pflanzen lebten. Der See verarmte stark.

Der erste Schritt zur Sanierung des Federsees war 1971 der Einbau eines Wehrs im Auslauf des Federsees. Damit konnte der Wasserstand reguliert werden. 1982 wurde die Kläranlage mit einer 24 km langen Ringleitung rund um den See in Betrieb genommen. Seither gelangt kein Abwasser mehr in den See. Er erholt sich zusehends. Die ehemals heimischen Arten kehren mehr und mehr zurück.

Seit 2006 verbessert sich die Wasserqualität rapide. Seit 2008 ist der See auch im Sommer glasklar. Wasserpflanzen sprießen üppig und bilden die Kinderstube für den Fischnachwuchs. Sogar Muscheln kann man wieder finden. Der Federsee ist wieder ein Wasservogelparadies!
 

  NABU-Naturschutzzentrum Federsee
Federseeweg 6
88422 Bad Buchau
Tel: 0 75 82 / 15 66
Fax: 0 75 82 / 17 78
eMail:
Träger des Naturschutzzentrums
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
Landesverband Baden-Württemberg
 

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