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NABU Naturschutzzentrum Federsee
> Moornutzung > Torfabbau

  Torfabbau
Zerstörung eines einmaligen Geschichtsarchivs

Torfabbaukante
Torfabbaukante
Bis 1950 waren die ehemals reichen Torfvorkommen bis auf einen 22 ha großen Rest im Wilden Ried abgebaut. Bereits um 1750 begann der Torfabbau im Steinhauser Ried: Das Wäsen-Stechen zu Heizzwecken. 1764 wurde dort das erste Grabensystem angelegt, um den Abbau zu erleichtern.

Als 1850 die Bahnstation Schussenried gebaut und der Torf besser abtransportiert werden konnte, begann die planvolle Entwässerung. Die württembergische Staatseisenbahn (Ulm - Friedrichshafen) wurde mit Federsee-Torf beheizt! 1874 wurde die Staatliche Torfverwaltung gegründet, 1879 mit dem maschinellen Torfabbau begonnen, 1885 eine Torffabrik gebaut.

Noch bis in die 1960er wurde Federseetorf abgebaut. Die Verwendung als Badetorf, für den es keinen medizinischen Ersatz gibt, spielte hierbei eine eher geringe Rolle. Wesentlich gravierender war die Ausbeutung als Brenntorf .

Im Rahmen des Torfabbaus wurden 1875 die ersten archäologischen Funde gemacht. Mittlerweile sind die Bodendenkmäler durch die Entwässerung der nur noch dünnen Torfschicht akut gefährdet.

Keinen Torf in den Garten!
Unsere Bitte:
Kaufen Sie keine Blumenerde, die Torf enthält und verwenden Sie keinen Torf im Garten oder auf dem Friedhof! So schützen Sie die letzten Hochmoorreste in Europa. Mit der Zerstörung der Moore verlieren zahlreiche Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum. Außerdem werden mit dem Torfabbau große Mengen an Treibhausgasen frei. Da Hochmoortorf wenig Nährstoffe enthält, eignet er sich ohnehin nicht zum Düngen, außerdem macht er den Boden sauer.
Das können Sie tun: Fragen Sie in Ihrem Gartencenter nach torffreier Erde, die z.B. Kompost, Rindenhumus, Holz- oder Kokosfasern enthält.
 

  NABU-Naturschutzzentrum Federsee
Federseeweg 6
88422 Bad Buchau
Tel: 0 75 82 / 15 66
Fax: 0 75 82 / 17 78
eMail:
Träger des Naturschutzzentrums
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
Landesverband Baden-Württemberg
 

 

 

 
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